Öffentliches Laden (Straßenraum, Mobilitäts-Hubs, Ladestation an Achsen): Obwohl die Lösung für alle diese Szenarien geeignet ist, liegt unser Schwerpunkt auf dem kommunalen Bereich, d.h. Aufladen am Straßenrand und Mobilitätsknotenpunkte. Zielkunden: Kommune, Stadtwerke bzw. kommunale Unternehmen, andere Betreiber (Charge Point Operators, CPOs).
Halb-öffentliches Laden (auf Parkplätzen von Supermärkten, Einkaufszentren, Hotels usw.): Eigentümer von Parkplätzen, die zeitlich begrenzt genutzt werden können (z. B. beim Einkaufen). Mit diesem Anwendungsfall sind verschiedene Geschäftsmodelle verbunden, darunter Anreize für Kunden (z. B. mindestens 2 Stunden Aufenthalt und kostenloses Aufladen). Zielkunden: Eigentümer und/oder Verwalter von Gewerbeimmobilien mit Kundenparkplätzen, Betreiber von Parkplatzanlagen.
Aufladen in Gebäuden (sowohl private Mehrfamilienwohnhäuser als auch Bürogebäude mit Garagen- oder offenen Stellplätzen): Gebäude, in denen Menschen wohnen oder arbeiten, verfügen in der Regel über Parkplätze (in der Garage des Gebäudes oder auf einem Außenparkplatz). Dies sind auch die Orte, an denen die meisten Ladevorgänge stattfinden (nachts in Wohngebäuden oder tagsüber in Bürogebäuden). Zielkunden: Gebäudeeigentümer und/oder -verwalter.
Parken und Laden (Park & Charge): Viele Anwohner haben keinen eigenen Parkplatz und daher auch keine eigene Wallbox zum Aufladen ihrer E-Fahrzeuge. Dieser Anwendungsfall basiert auf der Zusammenarbeit mit halböffentlichen Einrichtungen, die bereit sind, (registrierten) Anwohnern das Parken und Aufladen in der Nacht (d. h. wenn das Einkaufszentrum geschlossen ist) zu gestatten. Verschiedene Geschäftsmodelle mit oder ohne Kommunalverwaltung sind möglich. Zielkunden: Eigentümer und/oder Verwalter von Gewerbeimmobilien mit Kundenparkplätzen, Betreiber von Parkplatzanlagen.
Aufladen am Arbeitsplatz (Charge@Work>): Ähnlich wie bei Bürogebäuden, aber typischerweise ein größeres Unternehmen mit größtenteils offenen Parkplätzen im Freien, das einem einzigen Unternehmen gehört und in vielen Fällen über eigene Firmen-EVs verfügt. Einige dieser Einrichtungen verfügen auch über andere erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaikanlagen auf Dächern und lokale Energiespeicher, die ebenfalls verwaltet und für intelligente Ladevorgänge genutzt werden können. Optional ist eine automatische Erstattung für das Aufladen von Firmen-EVs zu Hause möglich. Zielkunden: Unternehmen mit E-Fahrzeugen (Firmenflotte oder Privatfahrzeuge) und verfügbare Parkplätzen.
Ladung für Touristen (Destination Charging): Für Reisende/Touristen besteht die Möglichkeit, am Zielort im Hotel oder auf Parkplätzen mit EV-Ladegeräten zu laden. Zielkunden: Hotelbesitzer oder -manager, touristische Einrichtungen mit Parkplätzen.
Spontanes Laden (Ad-hoc Laden): Unterstützung für das Aufladen ohne vorherige Registrierung über Kreditkarte oder Debitkarte. Dies steht auch im Einklang mit der revidierten Ladesäulenverordnung (LSV), die verlangt Bezahlsysteme an Ladesäulen die einfacher und transparenter sind. Zielkunden: Kommune, Stadtwerke bzw. kommunale Unternehmen, andere CPOs von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur.