Digitalisierung ist mehr als neue Technologien - Jahrestagung B.A.U.M

Auf der Jahrestagung 2016 des Nachhaltigkeitsnetzwerks B.A.U.M. diskutieren Experten über eine verantwortungsvolle Gestaltung der Digitalisierung, die neben technischen und wirtschaftlichen Fragen auch Auswirkungen auf die Umwelt sowie soziale und kulturelle Aspekte berücksichtigt.

LutzHeuser B.A.U.M Rainer KantFoto: B.A.U.M / Rainer Kant Die B.A.U.M.-Jahrestagung beschäftigte sich ausführlich mit den Herausforderungen und Chancen des Themas "Digitalisierung und Nachhaltigkeit". Die Veranstaltung bot den Teilnehmern intensiven Informations- und Erfahrungsaustausch sowie die Möglichkeit der Vernetzung.

Vorstellungen von einer verantwortungsvollen Gestaltung der digitalen Transformation entwickelten die Teilnehmer in "World-Cafés" und mit der Methode des Design Thinking.

Neben zahlreichen interessanten Vorträgen zum Thema Digitalisierung und Nachhaltigkeit gab es auch ein große Zahl von Impulsreferate zu unterschiedlichen Themen der Arbeitssessions bei der auch  [ui!] aktiv durch Lutz Heuser vertreten war:

Intelligent CitiesProf. Dr. Lutz Heuser, CEO & CTO [ui!] - the urban institute®

stellte die Europäische Innovationspartnerschaft (EIP) "Smart Cities and Communities" vor, bei der Energie-, Verkehrs- und IKT-Industrien aufgefordert sind, mit den Städten zusammenzuarbeiten und ihre Technologien zu integrieren, um besser auf die Bedürfnisse der Städte einzugehen.
Innovativen, integrierten und effizienten Technologien wird es somit ermöglicht, sich zu entfalten und den Markt zu durchdringen, während zugleich die Städte in das Zentrum dieser Innovation gerückt werden.

Weiter berichtete Dr. Heuser über den aktuellen Stand der Aktivitäten zu den DIN Specs der „Referenzarchitekturmodell Offene Urbane Plattform“ und des „Humble Lamppost“, die helfen sollen die Nutzung von urbanen IoT Daten für bestehende und vor allem neue Dienstleistungen in Städten zu standardisieren.

Weitere Impulsreferate kamen von:
·         Automatisierung/Arbeitswelt – Prof. Dr. Wolfgang Ertel, Hochschule Ravensburg-Weingarten
·         Mitarbeiter/Arbeitswelt – Dr. Stefan Rief, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und  Organisation
·         Energie – Jürgen Stetter, innogy Innovation Hub
·         Ressourcen – Alexander Holst, Accenture Strategy
·         Mobilität – Ulrich König, Deutsche Bahn AG

In der abschließenden Diskussion wurde nochmal hervorgehoben, dass ein wichtiger Aspekt der digitalen Transformation der Städte ein gut informiertes Entscheidungsgremium wie Stadtparlament oder Stadtrat die Voraussetzung für eine zukünftige intelligente Stadt ist. Erst wenn jeder Entscheidungsträger verstanden hat, was eigentlich Smart Cities sind, können auch die entsprechenden Weichen gestellt werden.